Köln – An diesem Mittwoch hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Köln angestellte Lehrkräfte und weitere Beschäftigte im Bildungsbereich zu einem Warnstreik im Rahmen der Tarifrunde des öffentlichen Dienstes der Länder (TV-L) aufgerufen. Ziel der Arbeitsniederlegung ist es, den Druck auf die Arbeitgeberseite in den laufenden Gehaltsverhandlungen zu erhöhen.
Der Arbeitskampf betrifft insbesondere Schulen in Köln: Viele angestellte Lehrerinnen und Lehrer folgten dem Aufruf der GEW, während verbeamtete Lehrkräfte rechtlich nicht streiken dürfen. Dadurch kam es an mehreren Schulen zu eingeschränktem Unterricht beziehungsweise Ausfällen, da der Ersatz durch nicht streikende Lehrkräfte personell kaum zu leisten war. Eltern wurden gebeten, sich direkt bei den betroffenen Einrichtungen über den Schulbetrieb zu informieren.
Die Gewerkschaft begründet die Aktion mit der Stockung der Tarifverhandlungen, bei denen die Arbeitgeber bisher kein Angebot vorgelegt hätten, das den Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen und einer angemessenen Bezahlung gerecht werde. Die GEW will mit dem Warnstreik ein deutliches Zeichen setzen, bevor weitere Aktionen geplant sind.
In Köln selbst versammelten sich die streikenden Beschäftigten am Vormittag unter anderem zu einer Kundgebung am Hans-Böckler-Platz, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen und Solidarität unter den Kolleginnen und Kollegen zu zeigen.
Der Warnstreik reiht sich in eine landesweite Welle von Arbeitsniederlegungen in Nordrhein-Westfalen ein: Auch in weiteren Städten wie Gelsenkirchen oder Münster sind zahlreiche Schulen betroffen, und auch in anderen Bereichen des öffentlichen Dienstes kommt es zu Arbeitsausständen.
Die Tarifauseinandersetzung im öffentlichen Dienst bleibt damit angespannt – weitere Streik- und Protestaktionen sind laut Gewerkschaften bereits geplant, um die Forderungen nach mehr Wertschätzung und besseren Arbeitsbedingungen durchzusetzen.
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